Daniela Evers

Daniela Evers

„Der erste Schritt ist gemacht, jetzt geht es los“, freut sich der Freiburger Kreisvorsitzende Gregor Kroschel mit Blick auf den anstehenden Landtagswahlkampf. Am Samstagvormittag haben die Grünen im Biergarten der Brauerei Ganter ihre Kandidatin für den Wahlkreis Freiburg I gekürt. Durchgesetzt hat sich Daniela Evers im zweiten Wahlgang mit 55 Prozent der Stimmen gegen Philipp Appenzeller. Jasmin Ateia, die zum zweiten Wahlgang nicht mehr angetreten war, wurde anschließend im ersten Wahlgang und 95 Prozent der Stimmen zur Ersatzkandidatin gewählt.

„Wir gratulieren Daniela Evers und Jasmin Ateia zur erfolgreichen Nominierung und freuen uns auf den gemeinsamen Wahlkampf. Das große Interesse an der Versammlung zeigt: Es geht wirklich um was! Wir sind die führende gestaltende Partei – im Land und natürlich auch hier vor Ort“, kommentiert die Freiburger Kreisvorsitzende Chantal Kopf die Teilnehmerzahl von rund 150 anwesenden Mitgliedern aus den beteiligten Kreisverbänden Breisgau-Hochschwarzwald, Waldshut und Freiburg. „Unser Ziel ist ganz klar: Wir wollen unsere Direktmandate wieder gewinnen und weiterhin grüne Akzente in der Landespolitik und in der Region setzen. Es wird ein langer Weg, aber der Anfang ist gemacht“, ergänzt Kroschel. Auch die Kreisvorstände aus dem Hochschwarzwald zeigen sich zuversichtlich: „Mit Daniela Evers haben wir eine Kandidatin, die unserer Kernthemen authentisch und überzeugend vertritt und sowohl in der Stadt als auch im ländlichen Raum für grüne Politik begeistern kann“, so Vorstandsmitglied Nils Arnold.

Am 14. März 2021 wählen die Baden-Württemberger*innen einen neuen Landtag, im Herbst 2021 folgt die Bundestagswahl. Die Grünen in Freiburg und im Breisgau stellen sich dafür personell neu auf: Die bisherigen Landtagsabgeordneten Edith Sitzmann (Freiburg II) und Bärbl Mielich (Breisgau) treten nicht erneut an, Reinhold Pix (Freiburg I) strebt einen anderen Wahlkreis an (Breisgau) und die langjährige Bundestagsabgeordnete Kerstin Andreae hatte im Herbst 2019 ihr Mandat niedergelegt.

Die Grünen nehmen diese Herausforderung gelassen: „Wir sehen in der Erneuerung auch eine Chance, die politische Aufbruchstimmung aufzugreifen, die wir bundesweit spüren. Klimaschutz, Europa, gesellschaftlicher Zusammenhalt – unsere Themen bleiben im Zentrum der öffentlichen Debatte.“, erklärt Gregor Kroschel den Optimismus der Partei. „Nach der verlorenen OB-Wahl haben wir uns neu sortiert und konnten bei der Europa- und Kommunalwahl große Erfolge feiern. Auch der Run auf eine Mitgliedschaft bei uns ist ungebrochen.“, ergänzt Chantal Kopf.

Die Freiburger Grünen sind seit der letzten Landtagswahl im Jahr 2016 von 495 Mitgliedern auf 870 angewachsen, auch die Kreisverbände Breisgau-Hochschwarzwald und Waldshut berichten von beträchtlichen Neuzugängen. Bei der Europawahl 2019 wurden die Grünen in Freiburg mit einem Ergebnis von 38,5 stärker als SPD und CDU zusammen, was sie zuversichtlich stimmt, bei Landtags- und Bundestagswahl die Direktmandate in ihren Wahlkreisen zu gewinnen.

Auch Kandidatin Evers stimmte die Mitglieder auf den Wahlkampf ein: „Ich freue mich sehr über das Votum. Die nun anstehenden Herausforderungen will ich mit viel frischer Energie auf Basis meiner langjährigen politischen Arbeit auf kommunaler und Kreistagsebene angehen.“

Jakob Mangos aus dem Vorstand des Kreisvorstands Breisgau-Hochschwarzwald bedankte sich bei den Teilnehmenden für die „disziplinierte Einhaltung der Hygiene- und Abstandsregeln“. Im Rahmen der Versammlungsfreiheit dürfen die politischen Parteien in Baden-Württemberg zurzeit ihre Kandidat*innen für die anstehenden Wahlen aufstellen.

Es geht rasant weiter: Am 19. Juli wird im Wahlkreis Breisgau nominiert, am 25. Juli folgt die Nominierung für den Wahlkreis Freiburg II. Die Nominierung für den Bundestagswahlkreis Freiburg ist im Herbst geplant.