Rede von Petra Himmelsbach-Haas zu TOP 6 Antrag auf Genehmigung von überplanmäßigen Aufwendungen in der Kinder- und Jugendhilfe für das Haushaltsjahr 2025 – Drucksache G-26/034 – beschließend der Gemeinderatssitzung vom 24. 03.2026
Liebe Bürgermeister*innen, lieber Gemeinderat , liebe Gäste,

wir sprechen heute über eine Überschreitung von rund 9 Millionen Euro im Bereich der Kinder- und Jugendhilfe.
Und ja – das ist viel Geld.
Aber die entscheidende Frage ist: Wofür geben wir dieses Geld aus?
Wir geben es aus für Kinder, für Jugendliche und für Familien, die Unterstützung brauchen.
Und wenn wir ehrlich sind, dann zeigt diese Vorlage vor allem eines:
Der Bedarf wächst.
Und er wächst nicht zufällig, sondern weil unsere Gesellschaft komplexer wird, weil Belastungen zunehmen und weil nicht alle Kinder die gleichen Startbedingungen haben.
Gerade die größten Kostensteigerungen sehen wir dort, wo es um intensive Hilfen geht – um Kinder, die mehr Begleitung brauchen, um Familien, die Unterstützung brauchen, um Teilhabe überhaupt zu ermöglichen.
Und aus einer grünen Perspektive ist für mich klar:
Das ist kein Bereich, in dem wir uns zurücklehnen oder kürzen können.
Denn jeder Euro, den wir hier investieren, ist auch eine Investition in die Zukunft unserer Stadt.
In Bildungsgerechtigkeit.
In soziale Stabilität.
Und letztlich auch in Prävention.
Denn wir wissen:
Wenn wir früh unterstützen, wenn wir Kinder stärken, wenn wir Familien begleiten, dann vermeiden wir spätere, oft deutlich höhere Kosten – gesellschaftlich und finanziell.
Deshalb sollten wir diese Zahlen nicht nur als Ausgabe sehen, sondern auch als Auftrag:
- stärker präventiv zu arbeiten
- Systeme besser zu verzahnen – gerade zwischen Schule und Jugendhilfe
- und Teilhabe konsequent mitzudenken
Denn es kann nicht sein, dass Kinder in unserer Stadt weniger Chancen haben, nur weil ihre Lebensumstände schwieriger sind.
Diese Vorlage macht deutlich:
Wir stehen hier nicht vor einer kurzfristigen Schwankung, sondern vor einer strukturellen Entwicklung.
Und darauf müssen wir politisch antworten – nicht mit kurzfristigem Sparen, sondern mit klugen, nachhaltigen Entscheidungen.
Für mich ist deshalb klar:
Diese Mittel sind notwendig.
Aber genauso notwendig ist es, dass wir den Blick nach vorne richten und uns fragen:
Wie gestalten wir ein System, das langfristig und nachhaltig trägt – für alle Kinder in dieser Stadt?
Vielen Dank.
Der Beitrag Kinder- und Jugendhilfe: Eine Investition in unsere Zukunft erschien zuerst auf Grüne im Freiburger Gemeinderat.