Insbesondere in Zeiten von Krisen ist ehrenamtliches Engagement ein wichtiger Pfeiler für den gesellschaftlichen Zusammenhalt. Das wollen wir wertschätzen.

Nadyne Saint-Cast MdL
Ab dem kommenden Frühjahr erprobt das Ministerium für Soziales, Gesundheit und Integration Baden-Württemberg in vier Modellregionen im Land eine Ehrenamtskarte. Diese will die Arbeit der ehrenamtlich Aktiven u. a. durch vergünstigte Tickets in Kultur- und Sporteinrichtungen wertschätzen.
Als eine der Modellstandorte wurde die Stadt Freiburg ausgewählt. „Ehrenamtliches Engagement ist eine der tragenden Säulen unserer Gesellschaft. Gerade in Freiburg leisten viele Menschen einen unverzichtbaren Beitrag für die Gesellschaft und eine lebendige Demokratie. Deswegen freue ich mich sehr, dass die Menschen hier vor Ort für ihr Engagement wertgeschätzt werden“, so Nadyne Saint-Cast, Landtagsabgeordnete für den Wahlkreis Freiburg II.
Knapp die Hälfte aller Bürger*innen ab 14 Jahren in Baden-Württemberg engagiert sich ehrenamtlich. „Darauf können wir alle stolz sein. Dieses Engagement ist eine enorme Ressource in unserem Land“, so Saint-Cast weiter. Das sagt die Abgeordnete auch mit Blick auf die aktuelle Studie der Bertelsmann-Stiftung zum gesellschaftlichen Zusammenhalt in Baden-Württemberg im Auftrag des Sozialministeriums: „Die Studie zeigt, dass der Zusammenhalt in unserer Gesellschaft während der Corona-Pandemie zurückgegangen ist. Auch deswegen ist es uns wichtig, diejenigen, die sich für diese Gesellschaft einsetzen, zu unterstützen und wertzuschätzen.“
Hintergrundinformationen:
Die vier Modellstandorte sind die Städte Freiburg und Ulm sowie der Landkreis Calw und der Ostalbkreis. Der Wahl ist ein Verfahren zur Interessensbekundung unter allen Landkreisen und kreisfreien Städten vorangegangen. Die vier ausgewählten Städte und Kreise sind bereits in einer Arbeitsgruppe von Land und Kommunen aktiv, die seit Beginn diesen Jahres über konkrete Kriterien und das Verfahren berät. Auf Basis einer Vereinbarung können die Modellregionen für ein Jahr vom Land finanzierte Personalstellen besetzen, um die Ehrenamtskarte vor Ort testen zu können.