
Rede von Stadträtin Petra Himmelspach-Haas zu TOP 3 “Einführung der Gemeinschaftsschule an der Pestalozzi-Realschule und Umbenennung der Schule” in der Gemeinderatssitzung vom 28.04.2026
Kurz erklärt
Die Sternwaldschule soll zu einer modernen Gemeinschaftsschule mit Abitur ausgebaut werden. So bekommen mehr Kinder die Chance auf alle Bildungsabschlüsse und mehr Bildungsgerechtigkeit. Die Schule ist ein Vorbild für neue Campus-Lösungen, bei denen Lernen besser vernetzt wird.
Lieber Oberbürgermeister,
liebe Bürgermeister*innen,
liebe Alle hier im Haus,
ich freue mich, dass ich heute aufeinanderfolgend zwei Reden halten kann, und die beide auch noch in direktem Zusammenhang mit dem Grundthema „Gute Bildung“ stehen.
Daher möchte ich direkt an das anknüpfen, was ich vorhin zur Pestalozzischule gesagt habe.
Denn auch hier geht es nicht nur um Räume und Gebäude – sondern um die Frage, wie wir Bildung in Freiburg weiterdenken. Und die Sternwaldschule ist dafür ein wirklich wichtiger Baustein.
Was hier entsteht, ist mehr als eine Gemeinschaftsschule. Es entsteht eine Gemeinschaftsschule mit dem klaren Ziel, die gymnasiale Oberstufe einzurichten und damit auch das Abitur anzubieten. Und ich sage das ganz bewusst so deutlich: Das ist längst überfällig.
Gerade jetzt – und hier nochmal der Hinweis – vor allem jetzt nach den Veränderungen im Kultusministerium – ist es wichtig, dass wir als Kommune ein klares Signal senden: Mit der und vor allem mit dieser Gemeinschaftsschule sind alle Abschlüsse möglich.
Und ich möchte noch einen Punkt ergänzen, der für Freiburg wirklich bedeutend ist: Die Sternwaldschule wird damit die erste staatliche Freiburger Gemeinschaftsschule mit gymnasialer Oberstufe sein. Und das ist für den Bereich Chancengerechtigkeit sehr wichtig, damit alle Kinder eine solche Möglichkeit bekommen können.
Das ist ein starkes Signal für unsere Bildungslandschaft. Und gleichzeitig freue ich mich sehr,
dass mit Dietenbach und Tuniberg zwei weitere Standorte dies auch anbieten werden.
Denn genau das brauchen wir: mehr solcher Angebote – nicht weniger.
Ein zweiter Punkt: Ja, wir sanieren hier – und das ist richtig. Aber wir sollten auch ehrlich sagen: Dass der Westflügel des Lycée Turenne seit 1992 leer steht, ist ein Versäumnis. Jetzt wird dieser Raum endlich für Bildung genutzt. Jetzt entstehen Lernorte, die zu einer modernen Gemeinschaftsschule passen. Das ist ein wichtiger Schritt – aber eben auch einer, der deutlich früher hätte kommen müssen.
Was mich besonders überzeugt, ist der Campusgedanke. Hier entsteht ein gemeinsamer Bildungsort: mehrere Schulen, gemeinsame Räume, eine Cafeteria für alle. Das ist genau die Richtung, in die wir gehen müssen.
Und wenn wir diesen Campus ernst nehmen, dann gehört für mich auch die Sporthalle selbstverständlich dazu. Der Bedarf ist ja bereits beschrieben. Jetzt geht es darum, das auch konsequent umzusetzen.
Und damit komme ich zum Schluss: Ich habe es vorhin schon gesagt – und ich möchte es hier noch einmal unterstreichen: Die Sternwaldschule darf kein Einzelfall bleiben. Sie zeigt uns, wie Schule in Zukunft aussehen kann: durchgängig, vernetzt, als Campus gedacht.
Und daraus ergibt sich für uns ein klarer Auftrag: diese Entwicklung stadtweit weiterzuführen, und gerne auch, wenn möglich, im Campusgedanken.
Vielen Dank.
Der Beitrag Erste staatliche Freiburger Gemeinschaftsschule mit gymnasialer Oberstufe! erschien zuerst auf Grüne im Freiburger Gemeinderat.