Freiburger Grüne zum Artensterben: alle an einem Strang ziehen

Pressemitteilung vom 24.10.2019

Auf der Mitgliederversammlung der Freiburger Grünen diskutierten Gäste und über 70 Mitglieder die aktuellen Entwicklungen zum Volksbegehren „Rettet die Bienen“.
Das Volksbegehren fordert u.a. ein weitreichendes Verbot von Pestiziden in Schutzgebieten. Davon fühlen sich viele landwirtschaftliche Betriebe in ihrer Existenz bedroht. Sogar den Ökolandbauverbänden gehen die Forderungen zu weit.

Der Landtagsabgeordnete Reinhold Pix (Grüne) lobte die vergangenen Dienstag erzielte Einigung zwischen Bauernverbänden, Initiatoren des Volksbegehrens sowie den beteiligten Naturschutz- und Umweltverbänden als eine „Chance, gemeinsam das Artensterben in unserer Landwirtschaft aufzuhalten, den Bio-Landbau zu stärken und gleichzeitig die Existenzen unserer
bäuerlichen Familienbetriebe nachhaltig zu sichern.“

Zu Gast waren Josefine Schlumberger, Winzerin, Christoph Höfflin, Biolandwirt aus Denzlingen und Tobias Miltenberger, Initiator des Volksbegehrens.

Die Freiburger Grünen griffen das hochaktuelle Thema auf und diskutierten lebhaft und kontrovers.

„Wir haben uns intensiv mit dem Thema auseinandergesetzt und freuen uns über den konstruktiven Dialog zwischen Naturschutz und Landwirtschaft“, so Gregor Kroschel, Kreisvorsitzender.

Klar wurde am gestrigen Abend, dass das jüngst verabschiedete Eckpunktepapier als Startschuss für eine langfristige und nachhaltige Wende in der Agrarbewirtschaftung und Ernährung dient. Letztendlich waren sich alle Anwesenden einig: Entscheidend sind am Ende die Macht der Verbraucherinnen und Verbraucher und ein Umsteuern auch auf Bundes- und europäischer Ebene – damit Landwirtinnen und Landwirte von einer umweltschonenden Erzeugung leben können.

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