Baumfällung am Keidel-Bad: Freiburger Grüne fordern zukunftsgerechtes Verkehrskonzept

Nach den teils hitzigen Diskussionen über die geplante Fällung von 190 Bäumen am Freiburger Eugen-Keidel-Bad fordert der Kreisverband von Bündnis 90/Die Grünen Freiburg ein modernes und umfassendes Verkehrskonzept für das Keidel-Bad.

„In Zeiten von weltweiten Demonstrationen für den Kampf gegen Klimakrise und Waldschwund ist das Fällen von Bäumen für die Schaffung von Parkplätzen das völlig falsche Signal.“, so Kreisvorsitzende Chantal Kopf. „Freiburg muss seinem Ruf als ökologisches Vorbild gerecht werden und Vorreitern für alternative Mobilitätsformen sein, die klimafreundliche und attraktive Lösungen für die Abkehr vom Autoverkehr bieten.“

„Wir bedauern sehr, dass zum Erhalt des Keidel-Bades Bäume in so großer Zahl gefällt werden, selbst wenn deren Holz an anderer Stelle baulich verwertet werden soll.“, ergänzt Kreisvorsitzender Gregor Kroschel. „Wir fordern von der Stadtverwaltung kreative Vorschläge zur besseren Erreichbarkeit des Bades mit ÖPNV, Fahrrad und zu Fuß. Der Anreise mit dem Auto darf nicht auch noch der rote Teppich ausgerollt werden, indem attraktivere Parkplätze gebaut werden.“

Die Nutzung des Keidel-Bads durch die Freiburger Stadtbevölkerung könnte durch ein modernes Marketing und durch attraktive Anfahrtsoptionen gesteigert werden. Im Gesamtkonzept des Radwegeausbaus, der Fahrradverleihsysteme sowie des Ausbaus der Buslinien sollte das Keidel-Bad mitgedacht werden.
Dazu sollte der neue Parkplatz vorrangig mobilitätseingeschränkten Besucher*innen zur Verfügung stehen. Für alle anderen sollte die Anreise mit dem Auto sowohl bei den Parkgebühren als auch beim Eintritt in das Bad spürbar teurer sein. Die Einnahmen können in den Ausbau der alternativen Anfahrten fließen. Ein attraktives Rabattsystem für Nutzer*innen umweltfreundlicher Alternativen könnte die Anreise mit dem Auto unattraktiv machen.

„An der Debatte um den Parkplatz am Keidel-Bad eröffnet sich für Freiburg die Chance, ein Pilotprojekt zur Mobilität jenseits des Autos zu starten“, so der Kreisverband.

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