Seebrücke: Freiburger Grüne sprechen sich für die Aufnahme Geretteter aus

Pressemitteilung vom 19.3.2019

Der Freiburger Arzt Georg Albiez berichtete auf der Mitgliederversammlung der Freiburger Grünen am Dienstag eindrücklich von seinen Einsätzen auf dem zivilen Rettungsschiff „Alan Kurdi“. Ohne Anbindung an das internationale Seenotrettungssystem kreuzte das Schiff der deutschen Organisation „Sea-Eye” im Mittelmeer.

„Geschlossene Häfen, verweigerte Unterstützung und die Ausgrenzung aus internationalen Funksystemen behindern die Arbeit der zivilen Rettungsschiffe massiv. Wir Grüne setzen uns auf allen politischen Ebenen dafür ein, die skandalösen Zustände zu beenden, eine humanitäre Katastrophe im Mittelmeer zu verhindern”, so Chantal Kopf, Kreisvorsitzende der Freiburger Grünen.

In einer Resolution sprechen sich die Grünen für die Aufnahme von aus Seenot geretteten Geflüchteten aus und fordern von der Landes- und Bundesebene die Einrichtung eines Sonderkontingents für die Aufnahme der Geretteten.

„Den Städten und Kommunen, die ihrer Verantwortung gerecht werden und sich für die freiwillige Aufnahme von Geflüchteten einsetzen, gilt unsere Solidarität. Wir wollen aber nicht nur Solidarität bekunden, sondern auch Taten folgen lassen und fordern die Stadt Freiburg auf, Kapazitäten für die Aufnahme weiterer Geflüchteter zu benennen”, betont Karim Saleh, der die Resolution vorbereitet hat und für die Freiburger Grünen auf Listenplatz 4 für den Gemeinderat kandidiert.

Stadtrat Timothy Simms berichtet, dass derzeit die Fraktionen im Freiburger Gemeinderat eine gemeinsame Resolution zum Thema Seenotrettung aushandeln. In der nächsten Gemeinderatssitzung soll diese diskutiert werden.

Die vollständige Resolution findet Ihr hier.

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